Download

Zurück zur Übersicht

Fortschritt schafft Flexibilität schafft Fortschritt Dornbracht präsentiert Weltneuheiten in der Galvaniktechnologie.

Iserlohn/Essen Während eine ganze Branche nach wettbewerbsfähigen Produktionskonzepten für den Standort Deutschland sucht, baut das Unternehmen Dornbracht konsequent weiter an seiner Vision von der Emotionalen Fabrik. Ihr Herzstück sind Galvanikanlagen, die artikelspezifisch vom Einzelstück bis zur höheren Losgröße produzieren können. Um dieses Ziel zu erreichen, hat Dornbracht gemeinsam mit dem Robotersystemhaus carat robotic innovation GmbH den bereits seit vier Jahren eingesetzten Galvanikroboter Gavaro weiterentwickelt. Das Ergebnis ist die Gavaroline, eine modular aufgebaute Fertigungslinie, in der die geometrisch komplex geformten Dornbracht-Armaturen nach höchsten Qualitätsstandards und in größerer Stückzahl als bisher galvanisiert werden können. Neben der Gavaroline laufen gleichzeitig zwei weitere nach dem Modularitätsprinzip gebaute Beschichtungsanlagen an, die neuen Variolines – eine für die Oberflächenveredelung in Chrom eine weitere für Platin Matt Sie veredeln sehr große Stückzahlen von weniger komplexen Bauteilen. Der modulare Aufbau der dreiLinien in einer neu errichteten Multifunktionshalle ermöglicht Dornbracht eine völlig neue Flexibilität im Umgang mit innovativen Technologien.

Eine Idee, acht Experten, keine Hierarchien – so startete der Iserlohner Armaturenhersteller in eins der wichtigsten Zukunftsprojekte in der Unternehmensgeschichte. Die ausgewählten Techniker bezogen Quartier in einem separaten Gebäude auf dem Firmengelände und sollten sich losgelöst von laufenden Entwicklungsprojekten mit der Frage beschäftigen, wie die Galvanik als größter Wertschöpfungsprozess innerhalb der Produktion neu konzipiert werden kann. Dieser Think Tank, das so genannte Technologie-Modul, sollte ausschließlich den Unternehmern Matthias und Andreas Dornbracht über Fortschritte berichten und seine Arbeitsweise eigenständig organisieren.

„Die Performance dieser Projektgruppe war beeindruckend. Die Ergebnisse sind außergewöhnlich“, sagt Geschäftsführer Matthias Dornbracht, der innerhalb des Unternehmens für die Bereiche Produktion, Einkauf und Logistik zuständig ist. „Wir haben – stark vereinfacht – nur unser Bild von der Emotionalen Fabrik eingespeist und danndie offene Frage gestellt: Wie können wir das erreichen?“ Der Terminus Emotionale Fabrik beschreibt als Gegenstück zu einer digitalisierten, vollautomatischen Produktionsweise ein Fabrikationskonzept, das im Wesentlichen von der emotionalen Teilhabe der Mitarbeiter am Erfolg und Misserfolg des Unternehmens lebt. Im Premiumsegment, in dem sich Dornbracht mit der Herstellung von hochwertigen Design-Armaturen seit drei Generationen erfolgreich bewegt, sei das Verständnis der Mitarbeiter für ihren unmittelbaren Einfluss auf die Produktqualität ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

Das übergeordnete Prinzip der Modularisierung

Die Teilhabe der Mitarbeiter wurde im Zuge der Modularisierung unterschiedlicher Unternehmensbereiche in den vergangenen Jahren bereits immer weiter ausgebaut. In einzelnen Modulen arbeiten die Fachleute verschiedener Disziplinen enger zusammen; Abteilungsgrenzen wurden aufgehoben, „aus Schnittstellen wurden Nahtstellen“. Die erklärten Ziele: Bessere Kommunikation, reduzierte Komplexität innerhalb der Prozesse, mehr Eigenverantwortung.

Von der Theorie in die Praxis. Im März 2010 werden die Galvanikprozesse im Hause Dornbracht nach einem grundlegend überarbeiteten Konzept anfahren, das die Idee der Modularisierung in die Produktionsprozesse weiterträgt. Die branchenübliche zentrale Lösung einer großen Gestellgalvanik wird von kleineren, hoch flexiblen Einheiten abgelöst. Abhängig von der Komplexität und der Losgröße der zu fertigenden Stücke kommen nun neben bisher bereits sehr erfolgreich arbeitenden Galvanikrobotern, den Gavaros, zwei neue Produktionslinien zum Einsatz: eine Gavaroline und zwei Variolines. Einzelstücke, Sonderanfertigungen und Kleinststückzahlen werden weiterhin in der Handgalvanik beschichtet.

Bei den neuen Linien handelt es sich um artikelspezifische Systeme. Damit folgt das Unternehmen weiterhin seinem obersten Prinzip, dass alle fertigungstechnischen und organisatorischen Einheiten dem Designanspruch untergeordnet werden: „Kein Radius und keine Kante wird geändert, damit pro Zeiteinheit mehr Teile gefertigt werden können.“

Auf der Gavaroline werden in Zukunft komplexere geometrische Formen, z.B. der Armaturenserien Lulu und MEM, in höherer Stückzahl beschichtet als bisher durch die Galvanikroboter, die jeweils pro Vorgang nur ein Werkstück fertig stellen können. Die kinematischen Roboter wurden hierfür weiterentwickelt und mit einem Gestell ausgestattet, so dass pro Durchlauf mehrere Bauteile durch die elektrolytischen Lösungen geführt werden können.

Die Gavaroline besteht aus drei Moduleinheiten. In jedem Modul arbeiten zwei Roboter, die durch sechs Achsen einen großen Bewegungsspielraum haben. Die Verschleppung von Restflüssigkeit wird dadurch extrem reduziert. Die Variolines sind hingegen mit einer Fahrgestellgalvanik für große Stückzahlen von Bauteilen mit entsprechend geringerer Komplexität ausgelegt, z.B. für die Serien Meta.02 und Madison.

Die verschiedenen „Galvanik-Philosophien“ ermöglichen Dornbracht die Abbildung von großen Losgrößen bis hin zum Einzelstück. Das modulare Prinzip der beiden Linien versetzt das Unternehmen außerdem in die Lage, beispielsweise auf gesetzliche Anforderungen oder technologische Entwicklungen extrem schnell zu reagieren. Etwa, wenn neue Umweltstandards erfüllt werden müssen, sagt Matthias Dornbracht: „Ich kann auf diese Weise den technischen Fortschritt in Zwei-Jahres-Schritten implementieren. Altes Modul raus, neues Modul rein.“ Durch diese Flexibilität in der Fertigungstechnik mache das Konzept sich letztendlich bezahlt, auch wenn die Modularität zunächst mehr Geld koste als zentrale Lösungen.

Einzug in die neue Multifunktionshalle

Die neue Galvanik befindet sich in einer neuen Produktionshalle, die nach dem verheerenden Brand auf dem Firmengelände im Juli 2009 konzipiert und in nur zweimonatiger Bauzeit errichtet worden ist. Auch dieser Neubau basiere auf dem Prinzip der Modularität. Matthias Dornbracht: „Wenn wir die größtmögliche Flexibilität im Produktionsprozess anstreben, dann muss sich diese Logik auch in den Gebäuden wieder finden.“ Konkret lautete die Herausforderung bei der Planung der Halle, dass es keine festen Pfeiler oder Stützen im Raum geben durfte, die später einmal im Weg stehen könnten. Und noch wichtiger: dass keine prozessspezifischen Elemente mit dem Gebäude verbunden sein durften. Für die Gavaroline und die Variolines wurde dementsprechend ein eigenes Versorgungsmodul entwickelt, das ebenso wie die Abwasser- und Lüftungstechnik nicht direkt mit der Hallentechnik verbunden ist.

Weitere Informationen zu Dornbracht und den Dornbracht Produkten sowie den digitalen Pressetext erhalten Sie im Internet unter www.dornbracht.com oder über das Dornbracht Press Office: Meiré und Meiré, Stephanie Eckerskorn / Aline Wenderoth, Lichtstr. 26-28, 50825 Köln, T. +49(0)221 57770-416 / -402, E-Mail: s.eckerskorn@meireundmeire.de / a.wenderoth@meireundmeire.de. Ihr Kontakt bei Dornbracht: Melanie Prüsch / Anke Siebold, Köbbingser Mühle 6, 58640 Iserlohn, T. +49(0)2371 433-2119 / -2118, E-Mail: mpruesch@dornbracht.de / asiebold@dornbracht.de.

01_Galvanik Das Herzstück der Emotionalen Fabrik am Unternehmensstandort in Iserlohn sind weltweit einzigartige Galvanikanlagen (v. Gavaroline, h. Varioline), die artikelspezifisch vom Einzelstück bis zur höheren Losgröße produzieren können. Der modulare Aufbau der Linien in einer neu errichteten Multifunktionshalle ermöglicht Dornbracht eine völlig neue Flexibilität im Umgang mit innovativen Technologien.
02_Galvanik Die Gavaroline besteht aus drei Moduleinheiten. In jedem Modul arbeiten zwei Roboter, die durch sechs Achsen einen großen Bewegungsspielraum haben. Die Verschleppung von Restflüssigkeit wird dadurch extrem reduziert.
03_Galvanik Die kinematischen Roboter des Gavaros wurden für die neue Gavaroline weiterentwickelt und mit einem Gestell ausgestattet, so dass pro Durchlauf mehrere Bauteile galvanisiert werden können.
04_Galvanik Die Variolines sind mit einer Fahrgestellgalvanik für große Stückzahlen von Bauteilen mit entsprechend geringerer Komplexität ausgelegt.
05_Galvanik Bei den neuen Galvanikanlagen handelt es sich um artikelspezifische Systeme. Damit folgt das Unternehmen weiterhin seinem obersten Prinzip, dass alle fertigungstechnischen und organisatorischen Einheiten dem Designanspruch untergeordnet werden: „Kein Radius und keine Kante wird geändert, damit pro Zeiteinheit mehr Teile gefertigt werden können.“

Auf der Gavaroline werden in Zukunft komplexere geometrische Formen, z.B. der Armaturenserien Lulu und Mem, in höherer Stückzahl beschichtet als bisher durch die Galvanikroboter, die jeweils pro Vorgang nur ein Werkstück fertig stellen können. Die kinematischen Roboter wurden hierfür weiterentwickelt und mit einem Gestell ausgestattet, so dass pro Durchlauf mehrere Bauteile durch die elektrolytischen Lösungen geführt werden können.