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Das Wichtigste in Kürze: Das Thema: Dornbracht fördert Projekt des Künstlers Shawn Maximo im Rahmen der 9. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst
Das Projekt: Inszenierung des Toilettenraums in den KW Institute for Contemporary Art in Berlin
Die Besonderheit: Der private Raum wird zum öffentlichen Informationszentrum
Zeitraum: 9. Berlin Biennale (4. Juni – 18. September 2016)

Public Intimacy revisited: Dornbracht fördert Kunstprojekt von Shawn Maximo

Iserlohn, Juni 2016
Im Rahmen der Berlin Biennale im Sommer 2016 fördert der Premium-Armaturenhersteller Dornbracht eine Arbeit des Künstlers und Architekten Shawn Maximo. In den Räumen der KW Institute for Contemporary Art gestaltet dieser einen Unisex-Toilettenraum, der die Grenzen zwischen privatem und öffentlichem Raum verschwimmen lässt.

Shawn Maximo gestaltet den intimen Ort als Informationszentrum, als Hybrid zwischen Innen- und Außenraum, privater und öffentlicher Zone. Statt ungestörter Ruhe herrscht hier das Gesetz der Partizipation und Informationsverteilung. Das Bad wird seiner Funktion als Ort privater Erleichterung und flüchtiger Handlungsmuster beraubt, um Raum für eine vernetzte Erfahrung zu schaffen: Großformatige Fotografien von hyperrealen Welten auf Wänden und Decken suggerieren eine Öffnung des Raumes, während ein großformatiges digitales Tablet Inhalte von der Berlin Biennale überträgt und so die Verbindung zur Außenwelt herstellt. Statt einer herkömmlichen Toilette findet man hier ein Hockklosett, das Shawn Maximo in der Mitte des Raumes platziert.

Das hier thematisierte Spannungsfeld von Intimität und Öffentlichkeit beschäftigt den Armaturenhersteller Dornbracht bereits seit Längerem im Rahmen seiner Culture Projects. So war es unter anderem Gegenstand der von Dornbracht geförderten Ausstellung „One on One“, die im Jahr 2012 in den KW in Berlin zu sehen war. Diese bot den Besuchern eine besondere Art der Kunsterfahrung: Einzelne, in sich geschlossene Räume wurden mit eigens für die Ausstellung konzipierten Arbeiten bespielt und waren den Besuchern nur einzeln zugänglich. An die Stelle kollektiver, öffentlicher Rezeption trat eine intime und konfrontative Begegnung mit dem Kunstwerk. Daran anknüpfend setzte sich die vierte Ausgabe der Dornbracht Conversations unter dem Titel „Public Intimacy“ mit dem Verlust sowie der Neupositionierung von Privatheit auseinander.

Zuletzt wurde diese Thematik mit der Installation The Island (KEN) aufgegriffen, die das New Yorker Künstlerkollektiv DIS – das kuratorische Team der diesjährigen Berlin Biennale – in Zusammenarbeit mit Dornbracht und Mike Meiré als Co-Designer realisierte: Ein hybrides Produkt, das die üblicherweise getrennten Lebensbereiche der (sozialen) Küche und des (privaten) Bads miteinander verbindet und somit gelernte Muster von Logik und Anwendung infrage stellt. The Island (KEN) wurde erstmals 2015 anlässlich der Triennale im New Museum in New York und anschließend im Pariser Musée d’Art Moderne im Rahmen der Ausstellung „CO-WORKERS – Network as Artist“ gezeigt.

Mit der Förderung des Projekts von Shawn Maximo schließt Dornbracht ein weiteres Mal an diese Thematik an. Das Verhältnis von Öffentlichkeit und Privatheit wird dabei insbesondere unter dem Blickwinkel der zunehmenden Digitalisierung betrachtet – ein Aspekt, der für Dornbracht von besonderer Relevanz ist. Als Vorreiter der Branche treibt das Unternehmen die Digitalisierung in den Lebensräumen Küche und Bad maßgeblich voran. Dabei liefert die langjährige Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur Dornbracht kontinuierlich neue Impulse. Bereits seit 1996 fördert das Unternehmen ausgewählte Ausstellungen und Kulturprojekte.

Im kontinuierlichen Austausch mit unabhängigen Künstlern, Musikern, Architekten und Designern gewann das Unternehmen einen innovativen Blick auf die Lebensräume Bad und Küche und prägte maßgeblich die Idee einer Kultur im Bad – ein Anspruch, der auch im aktuellen Markenclaim „Culturing Life“ zum Ausdruck kommt.


Über Shawn Maximo
Zu den Ausdrucksformen des Künstlers und Architekts Shawn Maximo gehören Skulpturen, aber auch digitale Medien und Design. Seine Arbeiten wurden bereits in der „New York Times“, dem „Zeit Magazin“, dem Architekturmagazin „PIN-UP“ sowie „Interview“ abgedruckt und waren in verschiedenen Ausstellungen zu sehen – darunter im Portland Institute for Contemporary Art, im Swiss Institute, im MoMA PS1 sowie im Perez Art Museum Miami.

Mehr von Shawn Maximo im Internet:
www.shawnmaximo.com