Mein Badprojekt beschreibt einen sieben Meter langen, drei Meter breiten und drei Meter hohen Raum, welcher alle notwendigen "Reinigungsquellen" enthält. Bodenplatten und alle notwendigen Einheiten sind aufgerastert und stehen in einem Maßverhältnis zu einander. Dieses Bad ist auch für sportliche Paraplegiker ohne Helfer geeignet. Ich halte es für selbstverständlich, Behinderte in innenarchitektonische Projekte einzubeziehen und diese nicht wie ein Tabuthema auszugrenzen.

Alle notwendigen Einheiten wie Badewanne, Waschtisch, Dusche, Lichtwände, Heizung und Utensilien werden flächenbündig im Boden, in der Decke oder in der Wand eingelassen. In unterschiedlichen Abmessungen können die seriell vorgefertigten Elemente bestellt und in das Mauerwerk oder in den Gipskarton eingelassen werden. Die gerasterten Elemente werden Bestandteil der Architektur.

In einer Zeit, in der Körperpflege und Fitness immer mehr an Bedeutung gewinnt, wollte ich einen Raum schaffen, der die Bedeutung und Größe eines Wohnraumes hat; ein Raum, der nicht nur die notwendigen Bedürfnisse befriedigt, sondern zum verweilen und zur Kommunikation einlädt. Beim Benutzen des Badezimmers hat der Bewohner Kontakt mit den Elementen Wasser, Feuer, Erde und Luft.