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Fortschritt schafft Flexibilität schafft Fortschritt Dornbracht präsentiert Weltneuheiten in der Galvaniktechnologie.

Iserlohn/ Hannover Nach erfolgreich abgeschlossenem Probebetrieb wird ab April 2010 die Oberflächenveredelung bei Dornbracht nach einem völlig neuen Konzept starten, das weltweit einzigartig ist. Dem Leitgedanken einer konsequenten Modularisierung der Produktionsprozesse folgend, wird hiermit die branchenübliche zentrale Lösung einer großen Gestellgalvanik von kleineren, sehr flexiblen Einheiten abgelöst – vier unterschiedliche „Galvanik-Philosophien“ bilden nun den wichtigsten Wertschöpfungsprozess bei der Herstellung hochwertiger Designarmaturen ab.

Neue Galvanik-Philosophien: Gavaroline und Varioline

Abhängig von der Komplexität und der Losgröße der zu fertigenden Produkte kommen neben bisher sehr erfolgreich arbeitenden Galvanikrobotern, den Gavaros, zwei neue Produktionslinien zum Einsatz: eine Gavaroline und zwei Variolines. Der modulare Aufbau dieser drei Linien in einer neu errichteten Multifunktionshalle ermöglicht Dornbracht eine völlig neue Flexibilität im Umgang mit innovativen Technologien. Einzelstücke, Sonderanfertigungen und Kleinststückzahlen werden weiterhin in der Handgalvanik veredelt.

Bei den neuen Linien handelt es sich um artikelspezifische Systeme. Damit folgt das Unternehmen laut Geschäftsführer Matthias Dornbracht weiterhin seinem obersten Prinzip, dass alle fertigungstechnischen und organisatorischen Einheiten dem Designanspruch untergeordnet werden: „Kein Radius und keine Kante wird geändert, damit pro Zeiteinheit mehr Teile gefertigt werden können.“

Das Prinzip der Modularisierung

Die Gavaroline ist in der Lage, komplexere geometrische Formen z.B. der Armaturenserien Lulu und MEM zu beschichten. Die Anlage wurde von Dornbracht gemeinsam mit dem Robotersystemhaus carat robotic innovation GmbH entwickelt. Die Plattform für diese Innovation bot der bereits seit vier Jahren eingesetzte Galvanikroboter Gavaro, der je Vorgang ein komplexes Werkstück beschichten kann. Der kinematische Roboter wurde mit einem Gestell ausgestattet, so dass pro Durchlauf nun mehrere Bauteile durch die elektrolytischen Lösungen geführt werden.

Die Gavaroline besteht aus drei Moduleinheiten. In jedem Modul arbeiten zwei Roboter, die durch sechs Achsen über einen großen Bewegungsspielraum verfügen. Die Verschleppung von Restflüssigkeit wird dadurch extrem reduziert. Die Variolines sind hingegen mit einer Fahrgestellgalvanik für große Stückzahlen von Bauteilen mit entsprechend geringerer Komplexität ausgelegt, z.B. für die Serien Meta.02 und Madison.

Das modulare Prinzip erlaubt dem Unternehmen die Abbildung kleinster Losgrößen. Außerdem ist Dornbracht in der Lage, beispielsweise auf gesetzliche Anforderungen oder technologische Entwicklungen extrem schnell zu reagieren. Etwa, wenn neue Umweltstandards erfüllt werden müssen, sagt Matthias Dornbracht: „Wir können auf diese Weise den technischen Fortschritt in Zwei-Jahres-Schritten implementieren. Altes Modul raus, neues Modul rein.“ Durch diese Flexibilität in der Fertigungstechnik mache das Konzept sich letztendlich bezahlt, auch wenn die Modularität zunächst mehr Geld koste als zentrale Lösungen.

Einzug in die neue Multifunktionshalle

Die neue Galvanik befindet sich in einer neuen 3.400 Quadratmeter großen Produktionshalle, die nach dem verheerenden Brand auf dem Firmengelände im Juli 2009 konzipiert und in nur zweimonatiger Bauzeit errichtet worden ist. Auch dieser Neubau basiere auf dem Prinzip der Modularität. Matthias Dornbracht: „Wenn wir die größtmögliche Flexibilität im Produktionsprozess anstreben, dann muss sich diese Logik auch in den Gebäuden wieder finden.“ Konkret lautete die Herausforderung bei der Planung der neun Meter hohen Halle, dass es keine festen Pfeiler oder Stützen im Raum geben durfte, die später einmal im Weg stehen könnten. Und noch wichtiger: dass keine prozessspezifischen Elemente mit dem Gebäude verbunden sein durften. Für die Gavaroline und die Variolines wurde dementsprechend ein eigenes Versorgungsmodul entwickelt, das ebenso wie die Abwasser- und Lüftungstechnik nicht direkt mit der Hallentechnik verbunden ist.

Weitere Informationen zu Dornbracht und den Dornbracht Produkten sowie den digitalen Pressetext erhalten Sie im Internet unter www.dornbracht.com oder über das Dornbracht Press Office: Meiré und Meiré, Stephanie Eckerskorn / Aline Wenderoth, Lichtstr. 26-28, 50825 Köln, T. +49(0)221 57770-416 / -402, E-Mail: s.eckerskorn@meireundmeire.de / a.wenderoth@meireundmeire.de. Ihr Kontakt bei Dornbracht: Melanie Prüsch / Anke Siebold, Köbbingser Mühle 6, 58640 Iserlohn, T. +49(0)2371 433-2119 / -2118, E-Mail: mpruesch@dornbracht.de / asiebold@dornbracht.de.

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01_Galvanik Das Herzstück der Emotionalen Fabrik am Unternehmensstandort in Iserlohn sind weltweit einzigartige Galvanikanlagen (v. Gavaroline, h. Varioline), die artikelspezifisch vom Einzelstück bis zur höheren Losgröße produzieren können. Der modulare Aufbau der Linien in einer neu errichteten Multifunktionshalle ermöglicht Dornbracht eine völlig neue Flexibilität im Umgang mit innovativen Technologien.
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02_Galvanik Die Gavaroline besteht aus drei Moduleinheiten. In jedem Modul arbeiten zwei Roboter, die durch sechs Achsen einen großen Bewegungsspielraum haben. Die Verschleppung von Restflüssigkeit wird dadurch extrem reduziert.
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03_Galvanik Die kinematischen Roboter des Gavaros wurden für die neue Gavaroline weiterentwickelt und mit einem Gestell ausgestattet, so dass pro Durchlauf mehrere Bauteile galvanisiert werden können.
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04_Galvanik Die Variolines sind mit einer Fahrgestellgalvanik für große Stückzahlen von Bauteilen mit entsprechend geringerer Komplexität ausgelegt.
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05_Galvanik Bei den neuen Galvanikanlagen handelt es sich um artikelspezifische Systeme. Damit folgt das Unternehmen weiterhin seinem obersten Prinzip, dass alle fertigungstechnischen und organisatorischen Einheiten dem Designanspruch untergeordnet werden: „Kein Radius und keine Kante wird geändert, damit pro Zeiteinheit mehr Teile gefertigt werden können.“